Sturz, Reifenplatzer, Bestzeiten und ein Comeback - der RSC beim Ötzi.

Auch in diesem Jahr war der Ötztaler Radmarathon wieder ein Highlight bei den Aktivitäten der RSC-Mitglieder. 225 km und über 5000 Höhenmeter sind bei diesem Event mit Start und Ziel in Sölden zu absolvieren. Die Strecke ist Legendär, vier Pässe sind zu bewältigen, dabei geht es dreimal auf über 2000 m Höhe. Die Schinderei kulminiert am finalen 28 km langen Anstieg vom Passeiertal zu zum 2509m hohen Timmelsjoch, bei dem eine Höhendifferenz von über 1800m zu überwinden ist. Daneben ist der Kühtai-Sattel (2017m), der Jaufen-Pass (2094 m) und der „nur“ 1370m hohe Brennerpass zu erklettern. Das Teilnehmerfeld beläuft sich jedes Jahr auf 4000 Sportler aus zahlreichen Nationen.

 

Eva beim Ötzi - Unübersehbar die SturzfolgenAuf dem Weg zum Ziel in Sölden ist bereits die erste Hürde, einen der begeehrten Startplätze zu bekommen. Die werden unter weit mehr als 15.000 Nennungen verlost. Trotzdem war der RSC auch in diesem Jahr wieder mit einem großen Aufgebot dabei, darunter mit Michael Klempnauer ein Routinier, der bereits seinen 22. Ötzi absolvierte und damit ein bemerkenswertes "Comeback" nach einer Krebsoperation im Frühjahr feierte. Daneben waren mit Stefan Schultz, Uli Seidel und Dimitri Wieker auch drei „Ötzi-Novizen“ am Start - und mit Birgit Nichterlein, Walburga Wapelhorst und Eva Kruse auch wieder eine starke weibliche RSC-Fraktion.

 

Geschafft! Markus, Heiko, Wolfgang, Peter im ZielUnterstützt wurden die Sportler von Ehepartnern, Familienangehörigen und Freunden, die am Kühtai und Brenner für Verpflegung und Betreuung sorgten. Alle Kettwiger erreichten das Ziel im Zeitlimit. Das ist umso bemerkenswerter, als dass auch dieser "Ötzi" wieder einige besondere Überraschungen und Herausforderungen zu bieten hatte. So waren die Temperaturen durchweg sehr warm, im Passeiertal kletterte das Thermometer auf deutlich über 30 Grad. Die hohen Temperaturen schlugen vielen Teilnehmern im Wortsinn auf den Magen und erschwerten die bei so langen Fahrten so ungemein wichtige Zufuhr von Getränken und Kohlenhydraten. Muskelkrämpfe quälten daher noch mehr als sonst.

Der geplatzte Reifen, Gewebe hat sich aus dem Wulst gelöst, der ins Felgenhorn greift.Auch von Defekten und Stürzen blieben die Kettwiger nicht verschont. Großes Pech hatte Eva, die auf der Abfahrt vom Kühtai-Sattel bei hoher Geschwindigkeit stürzte. Trotz großflächiger Hautabschürfungen und Prellungen an Armen und Beinen, die von Sanitätern behandelt werden mussten, stieg Eva wieder auf ihr Rad und erreichte das Ziel in Sölden. Peter Hernold platze in der Abfahrt vom Jaufen-Pass der Hinterreifen, zum Glück ohne Sturzfolgen. Da der Mantel aber irreparabel beschädigt war musste er eine unfreiwillige Pause einlegen, um auf ein Service-Fahrzeug mit neuem Reifen zu warten. Sein Meisterstück legte Markus Haschke ab der nach mehrjährigen Ötzi-Abstinenz mit 8:14h ein hervorragendes Ergebnis und seine bisher beste Zeit einfuhr, kurz drauf gefolgt von John Klinkhammer in 8:22. Wolfgang Lippke kam mit einer Zeit von 9:02h ins Ziel und belegte damit in seiner AK-Masters 3 den 5 Rang. Während am Ende eine Gewitterschauer niederging und die letzten Teilnehmer im strömenden Regen das Ziel erreichten, kamen alle Kettwiger immerhin trocken an.

Die Ergebnisse der RSCler im Überblick

Rang Name Zeit

Männer

249. Haschke, Markus 8:14.48,8
298. Klinkhammer John 8:22.12,7
465. Nacht Beat 8:41.40,2
575. Blecking Heiko 8:53.39,8
699. Lippke Wolfgang 9:02.05,2
700. Hernold Peter 9:02.05,9
1388. Janik Heiko 9:52.51,3
1891. Trepmann Tobias 10:27.23,8
2369. Schultz Stefan 10:57.13,4
2496. Wieker Dimitri 11:06.47,7
2883. Klempnauer Michael 11:40.08,3
3285. Seidel Ulrich 12:20.33,4

Frauen

105. Wapelhorst Walburga 11:08.08,5
141. Kruse Eva 11:44.16,6
159. Nichterlein Birgit 12:07.53,2