pbp 1pbp 2

Am 16./17.08.2015 starteten fünf Kettwiger/innen in Paris den Brevetklassiker Paris-Brest-Paris mit ca. 1.230km Gesamtlänge und ca. 12.000hm. Die Besonderheiten des Klassikers sind unter anderem:

  • die Strecke ist komplett ausgeschildert
  • Hin- und Rückweg sind weitestgehend identisch
  • es wird aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von über 6.000 Startern in verschiedenen Zeitgruppen gestartet:
    • 80 Stundengruppen Sonntag ab 16.00 Uhr
    • 90 Stundengruppe Sonntag Sonderräder 17.15 Uhr
    • 90 Stundengruppen Sonntag ab 17.30 Uhr
    • 84 Stundengruppen Montag ab 05.00 Uhr

Das Brevet muss in dem jeweiligen Zeitfenster beendet werden.

 

Am Sonntagabend starteten Walburga W., Martin S. und Oliver D. in der 90 Stundengruppe. Um 5 Uhr am Montagmorgen, nahmen dann Alex N. und Jochen K. in der 84 Stundengruppe die Strecke unter die Räder.Es mussten 13 Kontrollstellen angefahren werden, um die Homologation zu erhalten. Die erste Kontrollstelle lag bei km 220, alle weiteren folgten in Abständen von mindestens 55km bis max. 95km. Hinzu kamen weitere 4 Service- und Verpflegungsstellen.

Auch die Einheimischen haben entlang der Strecke immer wieder eigene Versorgungsstellen eingerichtet. Hier gab es ebenfalls alles, was das Herz begehrte (Getränke, Essen, Schlafplätze und mobile Fahrradwerkstätten).

Die Begeisterung entlang der Strecke war riesig. Als Fahrer hatte man immer das Gefühl, man fährt die Tour de France.

Der Track verlief hauptsächlich auf kleinen landschaftlich schönen Seiten- oder Bundesstraßen und man kam gut voran. Das verleitete vor allem am Anfang dazu, etwas zu schnell zu fahren und dabei wertvolle Körner zu verbrennen, die dann am Ende, aufgrund des doch sehr hügeligen Charakters der Strecke, dringend benötigt wurden. Im weiteren Verlauf kamen aber auch drei Streckenabschnitte auf großen Bundesstraßen. Das war nicht sehr schön, da die LKW-Fahrer zum Teil keinerlei Rücksicht auf Radfahrer nahmen und mit Vollgas in einem Abstand von max. 0,5 Meter überholten. Da denkt man dann schon einmal schnell ans Aufgeben.

Das 84 Stundenteam hatte wettertechnisch Glück gehabt. Bis auf zwei sintflutartige Regenfälle blieb es trocken. Einzig kurz vor Brest wurde es im Morgengrauen empfindlich kalt. Dieses Team hatte bei km 430 ein Hotel gebucht, welches auf Hin- und Rückweg als Übernachtungsmöglichkeit diente. Hier sorgte Barbara K. super für das leiblich Wohl der beiden Starter. An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an Barbara.

Bis auf den angeschlagenen Alex N. erreichten alle Starter das Ziel.
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer und Supporter!

Video: Paris-Brest-Paris 2015