Ende Juli dieses Jahres stand für 18 sehr gut vorbereitete Radsportler des RSC, darunter ein mit 8 Teilnehmerinnen erfreulich hoher Frauenanteil, eine ganz besondere Herausforderung auf dem Programm. nach den Kettwiger Etappenfahrten 2012 und 2013, die nach Frankreich in die Alpen und Pyrenäen geführt hatten, sollte es in diesem Jahr erneut in die Alpen sowie in die Provence gehen. Knapp 1500 km mit 20 Pässen und ca. 33000 Höhenmetern, verteilt auf 11 Etappen, waren die Eckdaten der TOUR de FRANCE 2014.

Start- und Zielort unserer Etappenfahrt war das kleine Bergsteigerdorf Villar d’Arene, wenige Kilometer unterhalb des Col du Lautaret in den französischen Hochalpen. Die sogenannte Einrollrunde des ersten Tages führte uns direkt in den sehr schweren Anstieg nach Alpe d’Huez. Es ist immer wieder beeindruckend, wie dieser „Berg“ von Radlern regelrecht eingenommen wird.

Die folgenden Etappen führten uns über bekannte Anstiege der höchsten Kategorie, wie Col d’Izoard, Col d’Agnel. Auch ein Abstecher nach Italien stand auf dem Programm wo Colle di Sampeyre, Colle dei Morti und Col de la Lombarde bezwungen wurden bevor es in Frankreich über den Col de la Bonette nach Barcelonnette ging. Das Wetter war bis dahin nicht immer unser bester Freund. War es auf einigen Pässen schon vorher teils sehr windig und ungemütlich „erwischte“ es uns am Col de la Bonette richtig. Heftiger Regen und fallende Temperaturen sorgten dafür, dass wir froh  waren, als die sehr lange und extrem nasse und verregnete Abfahrt gemeistert war..

Die folgenden Etappen auf dem Weg in die Provence über den Col d’Allos, Grand Canyon du Verdon, Gorges de la Nesque nach Malaucene hatten wir gute Verhältnisse und konnten wie geplant diese touristischen Hingucker und die unzähligen blühenden Lavendelfelder geniessen.

Besonderes Highlight der Tour war schließlich die Königsetappe am Mont Ventoux. Einige Teilnehmer der Gruppe hatten sich vorgenommen, diesen sagenumwobenen „Berg des Windes“  an einem Tag von allen 3 Seiten (Startorte jeweils in Malaucéne, Bedoin und Sault) zu bezwingen. Wir hatten Glück mit dem Wetter und alle, die sich dieser Prüfung stellten, schafften es auch. Die Finisher dieses denkwürdigen Tages  gehören nun dem Club des Cinglés du Mont Ventoux, auf deutsch „Club der Bekloppten“ an. So wie wir tobten sich an diesem Tag unzählige Radler am Berg aus, eine tolle Sache, die allen unvergessen bleiben wird.

Nach der Königsetappe am Mont Ventoux ging es über Signal de Lure, Col de Sagnes, Col de Garcinets, Col St-Jean, Lac du Serre Poncon, Col de Pontis wieder ins Hochgebirge und über den Col d’Izoard und Col du Lautaret zurück zum Ausgangsquartier in Villar d’Arene.

Die eigentliche geplante Schlussetappe über Galibier und Croix de Fer fiel dem Wetter zum Opfer und so wurde die Tour mit einer relativ kurzen Abschlußfahrt zum Col du Galibier beendet. Auf der Paßhöhe war es sehr ungemütlich, kalter stürmischer Wind, keine Sicht, dafür war der Kaffee in der naheliegenden Hütte gut.

Alles in allem eine gelungene Tour, wir konnten fast alles fahren, sind sturzfrei geblieben und bis auf ein paar Reifenschäden auch von Pannen und anderen unangenehmen Vorkommnissen verschont geblieben, es lief alles bestens.  Auch an den Quartieren und der Verpflegung gab es nichts auszusetzen und die Betreuung on Tour durch unseren Fahrer Manni  war hervorragend.

Für 2015 ist nach drei Fahrten nach Frankreich im September nun ein „Giro d’Italia“ geplant.

Impressionen

dsc02166 dsc02197 dsc02235
img_5766 img_5851 img_8620
img_5862 img_8695 p1090116_kl