Am 22. Juni stand für mich die Teilnahme am 15. Canyon Rhein Hunsrück MTB Marathon auf dem Programm. An der Veranstaltung habe ich bisher schon dreimal teilgenommen und war von der jeweils tadellosen Organisation sehr angetan. Die Veranstaltung ist bzgl. des Preis-/Leistungsverhältnis unschlagbar. Für 15,- € Startgeld (Kurzstrecke) gab es ein umfangreiches "All you can eat Frühstück" (belegte Brötchen, Kaffee etc.), den Wettkampf selbst und anschließend das "All you can drink" am Krombacher Stand sowie ein Nudelgericht

Der Startort liegt mitten im kleinen Ort Rhens, vor der Kulisse des historischen Rathauses. Um meine momentanen Stärken ausspielen zu können hatte ich mich für eine Teilnahme an der Kurzdistanz über 30km mit 700 Höhenmetern entschieden – also ein "Marathon-Quickie" - frei nach dem Motto: kurz aber heftig!

Vom Start weg ging es zunächst einmal 300 Höhenmeter auf die Höhen des Hunsrücks hinauf. Obwohl ich bereits im vorderen Viertel des Startfeldes positioniert war, konnte ich auf den ca. 7 Anstiegskilometern eine große Anzahl von Teilnehmern überholen. Da hat sich u.a. das strukturierte und durchaus fordernde (Rollen)Training der letzten 7 Monate bezahlt gemacht. Gut – 5 Kilo Gewichtsabnahme haben auch noch ein wenig beigetragen, um die Anstiege etwas leichtfüßiger hinaufeilen zu können. Nach einer welligen Passage mit weiteren Positionskämpfen folgte ein sehr flüssig zu fahrender Trail bergab. Es ist schon ein wenig "berauschend" mit 35-40km/h auf einem handtuchbreiten Weg Richtung Tal zu rauschen und führte bei mir zu einem Dauergrinsen. Unten im Tal angekommen, folgte sofort der nächste durchaus steile Uphill, der für mich weitere "Positionsverbesserungen" brachte. Dann kam der bereits bekannte Moment, wo die Strecke den Wald verlässt und einen Tiefblick in den "Canyon des Rheintals" ermöglicht. Ein wirklich tolle Szenerie mit dem Fluss, kleinen Ortschaften, der Eisenbahn sowie den Burgen – und alles bei tollem sonnigen Wetter! Wenige Kilometer vor dem Ziel ging es über eine ultrasteile Passage steil bergauf, zwar alles fahrbar, aber nur wenn der Kopf es auch wollte. Meiner wollte, auch wenn ich dabei fast in den Vorbau beißen musste, um die Bodenhaftung bei ca. 3-5km/h gewährleisten zu können. Das Ziel erreichte ich nach genau 1:28:38h als 4. in meiner Altersklasse Senioren 3.

Alles in allem ein harter aber herzlicher Wettkampf.

Nach ein wenig "Ausrollen" folgte zum Schluss übrigens noch das "All you can drink" – Spektakel!